Stress bei Therapiebegleithunden

Gut ausgebildte Therapiebegleithunde zeigen nur wenig Stress

NEUE STUDIE ZEIGT: GUT AUSGEBILDETE UND SOZIALISIERTE HUNDE HABEN KAUM STRESS IN THERAPEUTISCHEN INTERAKTIONEN

Eine neue Studie zeigt, dass ausgebildete Therapiebegleithunde während therapeutischer Interaktionen nicht unter besonderem Stress leiden. Die Studie um Amy McCullough wurde in der Zeitschrift Applied Animal Behaviour Scienc veröffentlicht. In der Studie wurde untersucht, ob sich der Einsatz direkt auf das Stresslevel der Hunde auswirkte. Untersucht wurden Therapiebegleithunde- Teams von fünf US amerikanischen Kinderkliniken., die am Programm "Canines and Childhood Cancer Study" teilnahmen.
Es wurden unterschiedliche Daten erhoben: Verhaltensbeobachtungen, Cortisolmessungen und Befragungen der Hundebesitzer. Mehr als 400 Therapiesitzungen wurde erfasst.
Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig. Die Verhaltensbeobachtungen zeigten nur wenig Angstverhalten, dafür viel freundliche und soziale Verhaltensäusserungen. Und: Es gab kein Unterschied im Cortisolspiegel zwischen Baseline und Therapie. Die Hunde zeigten also keine wesentliche Stressbelastung durch die Interaktion in der Therapiesituation.
Stanley Coren, ein amerikanischer Psychologe und Hundefachmann, interpretiert das Ergebnis so: „Gut sozialisierte und auf ihre Aufgabe vorbereitete Hunde zeigen eine nur geringe Stressbelastung bei einem Einsatz in therapeutischen Interaktionen. Ich habe aber keinen Zweifel, dass unvorbereitete und schlecht sozialisierte Hunde in einer solchen Situation gestresst wären“.

McCullough, Amy et.al., (2017). Physiological and behavioral effects of animal-assisted interventions on therapy dogs in pediatric oncology settings. Applied Animal Behaviour Science, doi.org/10.1016/j.applanim.2017.11.014.

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